Auch im Tiefbau gibt es hohe Anforderungen

Wer heute eine Ausbildung zum Baugeräteführer oder zum Straßenbauer macht, muss sich auch in moderne Technik einarbeiten können.

Überall auf der Baustelle wird gearbeitet. Fast schon im Minutentakt transportieren Lastwägen Erde ab, andere bringen schwere Betonbauteile. In einigen Monaten soll in Gersthofen eine neue Halle für ein großes Logistikunternehmen stehen. Auch die Mitarbeiter der Firma Neureiter aus Fremdingen (Landkreis Donau-Ries) arbeiten an dem Projekt mit. An diesem Tag heben sie mit dem Bagger einen Graben aus, in dem später eine Wasserleitung verlegt werden soll.

Mit dabei ist auch der Auszubildende Luca Halbedel. Der 17-Jährige wird Baugeräteführer, das heißt, er lernt, die verschiedenen Baumaschinen zu fahren und mit ihnen zu arbeiten. Nach dem qualifizierenden Hauptschulabschluss hat er direkt mit der Ausbildung begonnen. Nach verschiedenen Praktika und der Ferienarbeit bei der Firma Neureiter war er überzeugt, dass das für ihn das Richtige ist. Außerdem hatte er sich schon immer für Technik interessiert, vor allem für die großen Baufahrzeuge. „Es ist schon eine unglaubliche Kraft, die man da unter sich hat“, sagt er. Motivierend findet er es, wenn ein Bauprojekt abgeschlossen wird und er sieht, was er gemeinsam mit den Kollegen geschaffen hat. Manchmal komme er auch wieder an ehemaligen Baustellen vorbei. Zu wissen, dass man dabei mitgearbeitet hat, sei schon cool, sagt Halbedel.

Gute Übernahmechancen im Baugewerbe

Sein Kollege Jonas Heinze ist ebenfalls im Tiefbau tätig. Der 23-Jährige hat 2016 seine Ausbildung zum Straßenbauer bei der Firma Neureiter beendet. Als ihm dann eine Übernahme angeboten wurde, hat er nicht lange gezögert. Ihm macht die Arbeit Spaß. Nicht immer am selben Ort, sondern immer wieder auf neuen Baustellen, und viel draußen zu sein, gefalle ihm. Im Baugewerbe seien die Übernahmechancen gerade generell ziemlich gut, erläutert der ehemalige Auszubildende. Auch sein Chef, Xaver Neureiter, bestätigt das: „Wer bei uns ausgebildet wird und seine Lehre ordentlich hinter sich bringt, den wollen wir auch behalten.“

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