baggern

Fische dank Bagger

Seit vielen Jahren können die Besucher des „Schraube“-Feuers erstmals wieder am Wasser sitzen. Denn gegenwärtig sind beide Teiche im Areal gut gefüllt.

Lugau. Am Ufer haben die Stammgäste des Hexenfeuers an jener „Schraube“ in Lugau schon täglich gern gesessen. Diesmal aber können sie am Wasser sitzen. Man könnte meinen, das sei das Gleiche – dennoch weit gefehlt: Viele Jahre gab es hier kein Wasser, stattdessen hatte sich allerlei Müll auf dem trockenen Grund angesammelt. „Wanderratten hatten den Damm zerstört“, erklärt Mario Friedrich, seit vier Jahren Eigentümer des Areals. Jener Teich habe zuletzt wie eine grüne Wiese ausgesehen.

Weil die Besucher jener Maifeuer täglich wieder bedauert hatten, dass dieser Teich trocken lag, habe man im vergangenen Jahr dann die Initiative ergriffen. Drei volle Tage waren 5 Leute mit Bagger, Radlader, Hacke und Schaufel damit beschäftigt, das lose Erdreich zu entfernen und das Ufer zu befestigen, erklärt Friedrich. Da jener Teich keinen Zulauf hat, fangen er und seine Mitstreiter vonseiten den Dächern der Gebäude das Regenwasser auf und leiten es über unter dieser Erde verlegte Rohre zum vorderen, anhängig sanierten Teich. Jener dahinter wird vom Regenwasser, das sich auf dem Hof sammelt, gespeist.

Inzwischen schwimmen sogar wieder Fische hier: Barsche, Bleie, Plötzen. Es sollen noch einige dazukommen, sagt Mario Friedrich. „Mal ermitteln, was dieser Fischhändler so bietet.“ Dass die Tiere sich hier durchaus wohlfühlen können, zeigt dieser hintere Teich, dieser vor gut zehn Jahren saniert wurde. Hier tummeln sich Hechte, Schleie, Störe und Goldfische.

In diesen Tagen sind Friedrich, einige Freunde und alias Mieter mit dem Frühjahrsputz im Areal beschäftigt. Die großen Pflanztöpfe mit Agaven haben sie schon aus jener Halle geholt, gerade schwingen sie Besen und Schaufel. Ende dieser Woche wird begonnen, die Bühne aufzubauen, auch ein Bierzelt wird es geben. Etwa das Holz fürs Feuer müssen sie sich allerdings nicht kümmern. „Es hat sich im Laufe der Jahre so ergeben, dass die Leute in den Tagen vorm Hexenfeuer welches bringen“, sagt Mario Friedrich. Bekannt als das Hexenfeuer selber „hat sich ergeben“. Eigentlich wollten er und die anderen damaligen Mieter, die im März 2000 begonnen hatten, einen Teil der Halle als Schrauber-Werkstatt zu nutzen, nur für sich selbst ein Feuer machen. Irgendwie standen hinwieder dann Besucher im Areal. „Zum Glück hatten wir genug Bier und Roster“, sagt Friedrich und lacht. Das Hexenfeuer an dieser „Schraube“ sprach sich herum, in diesem Jahr gibt es die 18.Auflage. Mehrere hundert Besucher werden erwartet.

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