Abriss baufälliges Haus

Vielleicht könnt ihr mir einige Ratschläge geben, da ich momentan nicht weiter weiß. Es gibt vor zwei Jahren – sozusagen aus Notwehr – unser Nachbarhaus gekauft. Das Haus wurde auf anordnung der Bank zum Verkauf angeboten, da der Vorbesitzer nimmer in der Lage war, den finanziellen Forderungen nachzukommen und so soll es abgerissen werden. Es handelt sich um eine Familie mit 9 jährigem Kind, beide Eltern sind manisch-depressiv. Daher stand er vor der Privat-Insolvenz. Es herrscht das Haus gekauft und einer der Familie einen Mietvertrag abgeschlossen. Da das Haus bereits vor zwei Jahren baufällig war, haben wir im Mietvertrag vereinbart, dass keine Miete zu entrichten ist bzw die Miete in Höhe von 450 €/Monat als Bauleistung am Haus zu erbringen ist. Leider wird diese Vereinbarung nicht eingehalten. Im Außenbereich ist alles zugemüllt, im Garten war etwa 3m hoch Dschungel – kurz, alles verwahrlost. Nachdem wir im letzten halben Jahr selbst auf dem Grundstück aufgeräumt haben, hat sich herausgestellt, dass in dem ganzen Dickicht Müll und kaputte Fenster/Türen, Farbeimer, Bretter etc lagen.

Genau Messen

Der Auftraggeber erhält so genaueste Messergebnisse auch bei großen Gebäuden. Der kompliziert aussehende Aufbau der Messeinrichtung ist für Routiniers und bei Vorhandensein der richtigen Technik recht einfach. Die Luftdichtheit der Gebäudehülle unabdingbare Voraussetzung! Das früher viel publizierte „atmende Haus“ ist ein Irrglaube. Durch eine luftdichte Gebäudehülle wird sehr viel Heizenergie eingespart und die Bausubstanz wird geschützt. Durch Leckagen in der Luftdichtheitsschicht eines Gebäudes kann feuchte Raumluft in die Baukonstruktion eindringen und diese inmitten der Taupunktebene befeuchten. Schimmel- und Schwammbildung in der Konstruktion sowie Insektenbefall (z.B. durch Hausbock, Holzwurm) an Holzbauteilen sind die Folge. Setzen Sie besonders beim Dachausbau auf dauerhafte Sicherheit! Dauerhaft heißt mindestens 50 Jahre. Durch eine luftdichte Gebäudehülle wird die Standdauer eines Gebäudes wesentlich verlängert. Die Luftdichtheit ist die Grundvoraussetzung für den ordnungsgemäßen Wärme-, Brand und Schallschutz eines Hauses (auch sommerlicher Wärmeschutz). Bestehen Sie als Bauherr beim Neubau eines Hauses oder bei der Altbausanierung auf die Durchführung eines Blower Door Tests, denn aus Spaß kann geprüft werden, ob der geforderte Qualitätsstandard tatsächlich umgesetzt wurde.

Gebäude undicht?

Es herrscht heute noch ein weit verbreiteter Irrtum, dass ein Gebäude undicht sein sollte, um einen Luftaustausch zu gewährleisten. Von einer dichten Gebäudehülle erwartete man früher Schäden an der Bausubstanz. Genau das Gegenteil ist der Fall. Für den plötzlich auftretenden Schimmel machte man schnell die neu eingebauten, dichteren Fenster oder die Dampfsperre beim Dachausbau verantwortlich. Das ist aber so falsch! Richtig wäre, dass hier der U-Wert der nun neuen Fenster nicht besser sein sollte, als der U-Wert anderer Bauteile (z.B.Wände), da sich Tauwasser immer zuerst an den kühlsten Bauteiloberflächen im Gebäude niederschlägt. Sind also durch Tauwasser feucht werdende Fenster durch bessere Fenster erneuert worden, ist es durchaus möglich, dass sich nun Tauwasser in den nun kühleren Wandecken, bedingt durch geometrische Wärmebrücken je des Taupunktes, niederschlägt. Es ist also empfehlenswert, beim Einbau neuer Fenster auch die ordnungsgemäße Dämmung der Außenwände und des Daches zu überprüfen bzw. zu verbessern. Der hier auftretende Schimmelpilzbefall hat aber nichts mit der Dichtheit des Gebäudes zu tun. Die gesamte Bauphysik des Gebäudes muss stimmen und zusammen harmonieren. Eine undichte Gebäudehülle gilt heute als ein erheblicher Qualitätsmangel am Gebäude und ist Ursache für eine schlechte Dämmung, was hohe Energiekosten dauerhaft zur Folge hat.

Die Dichtheitsprüfung

Die Dichtheitsprüfung ist nach Fertigstellung (Verfahren B) durchzuführen. In Gebäuden mit luftdurchlässiger Gebäudehülle entweicht Warmluft und nachströmende Kaltluft muss zusätzlich aufgeheizt werden. Bei luftdurchlässigen äußeren Bauteilen wird vorhandene Dämmung unwirksam und so die Behaglichkeit im winter durch zu niedrige und im sommer durch zu hohe Innenflächentemperaturen erheblich gestört. Mit zuviel Falschluft funktioniert bei Niedrigenergiehäusern womöglich Gesamteindruck Konzept nicht. Innerhalb eines Gebäudes können durch kleine Undichtigkeiten (Installationsdurchführungen) Gerüche verschleppt werden. Die Luftdichtung muss bei Leichtkonstruktionen das Eindringen von Schadstoffen aus der Dämmung und der Umwelt verhindern. Alle Maßnahmen zur Reduktion der Luftschallübertragung versagen bei Leckagen in der Gebäudehülle. Durch Luftundichtigkeiten, z.B. an Steigsträngen, Rohren, Installationsöffnungen, usw., können im Brandfall heiße und gesundheitsschädliche Brandgase in andere Räume und Geschosse eindringen. Wenn feuchte Innenluft durch Undichtigkeiten in kältere Bereiche der Gebäudehülle (z.B. Innendämmungen) eintritt, kann dort Wasserdampf kondensieren und zu erheblichen Bauschäden nach mehreren Jahren führen! Deshalb: Sichern Sie sich Ihren Garantieanspruch gegenüber Ihren Baufirmen, solange noch Zeit dazu ist!