Tiefbau-Firma hofft auf Weiterbetrieb des Makadamwerks

Lange Schlangen von Lastwagen sind derzeit vor dem Eingang zum Steinbruch Fink zu beobachten. Sie bringen Erde aus den Räumen Göppingen, Heilbronn, Stuttgart oder Ludwigsburg, um den Steinbruch zur Rekultivierung aufzufüllen. Allein 22 Lastwagen hat Heinz Schütt, der Chef des gleichnamigen Tiefbau-Unternehmens, am Donnerstagmorgen in einer Reihe gezählt. Was eigentlich Umweltfreunde dazu sagen würden, dass dadurch die Luft verpestet und der Verkehr auf der Kayhstraße gefährdet werde, fragt sich der Unternehmer.

Statt Lastwagen zur Wiederauffüllung hätte Schütt lieber eine Beibehaltung des normalen Betriebs. Noch arbeitet das Makadamwerk Schwaben, das, wie in der BZ berichtet, eigentlich Ende 2017 hätte schließen müssen, aber auf Weiterbetrieb geklagt hat. Noch gibt es darüber beim Verwaltungsgericht Stuttgart keine Entscheidung, und so lange geht der Betrieb weiter. Schütt hofft, dass dies so bleibt. Sollte es im Steinbruch Fink keinen Asphalt mehr geben, müsse sein Familienunternehmen (14 Mitarbeiter), das inzwischen einzig verbliebene Tiefbauunternehmen in der Stadt, mit seinen Lastwagen nach Ludwigsburg, Hegnach oder Stuttgart fahren, um Material zu holen. „Das bedeutet für uns Mehrkosten zwischen 12 und 20 Prozent.“ Hinzu komme der Umweltaspekt. Zudem befürchtet Schütt Probleme bei akuten Gas- oder Wasserrohrbrüchen. Bislang habe man in solchen Fällen auf kurzem Weg Asphalt holen können, um die Straße schnell zu flicken. Sei der Betrieb dicht, gebe es diese Möglichkeit nicht mehr.

Im Fall des Schotterwerks, das Ende des Jahres schloss, ist es bereits so, dass die Bietigheim-Bissinger Firma in Markgröningen, Ludwigsburg oder Heilbronn Material holen muss. Die Mehrkosten beliefen sich auf bis zu 20 Prozent, klagt der Firmenchef.

In einem offenen Brief appelliert Heinz Schütt daher an die Verantwortlichen, das „für die Bauwirtschaft sehr wichtige Makadamwerk“ weiterarbeiten zu lassen, dem Schotterwerk zu erlauben, wieder Schotter-Zwischenlager vor Ort „wegen des meistens ebenfalls sehr dringenden Bedarfs“ beizubehalten und darüber hinaus die Frequenz in Sachen Erdanlieferung „auf ein erträgliches Maß herunterzufahren“.

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